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[ich lese gerade...] P. B. Ryan – Mord in der Spinnerei

26. Januar 2012

Wir schreiben den 26. Januar 2012 und ich habe noch kein einziges Buch gelesen. Nicht weiter schlimm in Anbetracht der Tatsache, dass ich in den letzten Wochen nur noch auf der Heimfahrt und im Bett zum Lesen komme und mich da einfach sehr oft die Müdigkeit übermannt hat, da im Büro recht viel los ist.

Jetzt hab ich mich an das Weihnachtsgeschenk der wunderbaren Anne gewagt und bin begeistert! Es scheint wieder ein Cosy Krimi aus dem Hause Mira zu sein und scheint mich endlich wieder zu fesseln… ENDLICH!

1868 – Skandal in Boston: Das Leben der mächtigen Familie Hewitt gerät aus den Fugen, als eine Arbeiterin aus ihrer Spinnerei ermordet wird. Ausgerechnet nachdem sie Harry Hewitt, einen Sohn der Familie, erpresst hat…

Kann Nell Sweeney, Gouvernante mit brillantem detektivischen Gespür, Licht ins Dunkel des brisanten Falls bringen? Unterstützt von Harrys Bruder Will, dem heimlich ihr Herz gehört, beginnt Nell zu ermitteln. Schon bald tun sich menschliche Abgründe vor ihr auf. Und je tiefer sie in die Geheimnisse der Hewitts eintaucht, desto mehr gerät sie selbst in tödliche Gefahr…

Werde ihn heute Abend zusammen mit leckerem Tee aus meinem neuen Starbucks Tumbler genießen!

[dies & das] Das Bild zum Donnerstag – Kassette die Zweite – I AM YOUR FATHER!

26. Januar 2012

TRUE STORY

[dies & das] [Stöckchen] 11 Fragen

25. Januar 2012

Dieses Stöckchen hab ich bei Karla aufgehoben. Hier sind die Regeln dafür – Punkt 5 wird dann weiter unten beantwortet.

1| Verlinke die Person, die dich getaggt hat.
2| Beantworte die Fragen die dir gestellt worden sind.
3| Tagge anschließend 11 weitere Leute.
4| Gib den Leuten Bescheid die getaggt wurden.
5| Stelle 11 Fragen an die, die getaggt wurden.

Hier erst mal meine Beantwortung der Fragen, bevor ich mit meinen loslege:

 1. Welche drei Eigenschaften magst Du an Dir am liebsten?
Ich bin sehr direkt und damit auch relativ kompromisslos. Ich bin sehr hilfsbereit und freue mich, wenn ich Menschen helfen kann, eine Situation besser/leichter/angenehmer zu machen. Die meisten Menschen, die mich näher kennen, halten mich für sehr lustig und da ich das für ein nettes Kompliment halte, stimme ich ihnen da einfach mal zu.

2. Welches Buch passt perfekt auf Deine aktuelle Lebenssituation?
Eine Villa zum Verlieben von Gabriella Engelmann.

3. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
Ich bin schon seit Jahren ein Fan von Mareike von Confessions of a Bookaholic. Irgendwann hab ich mir überlegt, dass ich das auch mal probieren könnte und da ich in der Szene sehr nett aufgenommen wurde und mir der Austausch mit Bloggern, Autoren und anderen Buchmenschen sehr viel Freude bereitet, bin ich dabei geblieben

4. Welches Lied bringt Dich zum Weinen und warum?
Fällt mir spontan keins ein.

5. Welches Essen erinnert Dich an Deine Heimat?
Couscous. Mehr gibt’s da nicht zu sagen! :)

6. Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?
Hoffentlich glücklich. Hoffentlich gesund. Mehr kann ich nicht leider sagen.

7. Was wäre das Erste, was Du nach einem Lottogewinn kaufen würdest?
Wahrscheinlich eine schweineteure Luis Vouitton Handtasche.

8. Wenn Du die Augen schliesst und an Glück denkst, was siehst Du?
Meinen Männe.

9. Welchen Fehler würdest Du nicht noch einmal machen?
Wie viele Seiten hab ich?

10. Was steht in Deinem Kühlschrank?
Müller Fructiv.

11. Was ist Deine Lieblingswebsite und warum?
Socialfail
einfach nur herrlich!

Tja, wen „tagge“ ich denn nur? Da dieses Stöckchen derzeit überall rumschwirrt, versuche ich mich mal mit den Bloggern, die ich persönlich kenne und hoffe, dass sie noch nicht teilgenommen haben, die da wären (sind zwar keine 11, aber wurscht): Anne, Damaris, Nica, Rishu, Tine, Steffi, Linda, Meike und Sonja. Hier meine Fragen – ich hoffe, ich habe den Mix zwischen Bücher und Mehr einigermaßen hinbekommen:

1. Welches war das erste Buch, das Du gelesen hast?
2. Liebe Kaffee oder Tee?
3. Mit den Werken welchen Autors würdest Du am liebsten den Kamin befeuern und warum?
4. Urlaub: Deutschland oder DomRep.? (nein, die Frage ist gar nicht so blöd, denn Deutschland wird als Urlaubsziel auch für viele Deutsche immer attraktiver!)
5. Welchen Autor würdest Du gerne mal treffen?
6. Ein Buch muss….?
7. Ideales Leswetter ist…
8. Das hässlichste Geschenk, das Du je bekommen hast.
9. Welches Buch könntest (oder hast Du) immer wieder lesen (schon gefühlte tausend Mal gelesen)?
10. Süddeutsche oder Bild Zeitung?
11. Welches Buch erwartest Du sehnsüchtig?

[Event] [rund um's Buch] [Gewinnspiel] Die, mit dem Wolf knutscht – Gabriella Engelmanns viertes Märchen vorab gewinnen!

16. Januar 2012

Jede Leserin und jeder Leserin, der ein Mal mit den Märchen von Gabriella Engelmann angefangen hat, weiß, dass es kein Zurück gibt. Ihre modernen Interpretationen haben mich bisher schon 2x mal sehr begeistert, wie Ihr hier und da nachlesen könnt. Dornröschen liegt noch auf meinem SuB, aber sicher nicht mehr lange, da ich es vor dem neuen Märchen Küss den Wolf: Rotkäppchens zauberhafte Lovestory gelesen haben möchte.

Womit wir dann auch schon beim Thema wären: Rotkäppchen wird auch reloaded und erscheint im März. Gabriella und der Arena Verlag  geben nun jedoch auch zwei Bloggern, bzw. Vloggern die Möglichkeit, ein signiertes Exemplar samt exklusiven Küssen den Wolf T-Shirt zu gewinnen und Pippa Rosina Möller früher kennenzulernen.

Dafür müsst Ihr allerdings auch was tun: beantwortet auf Eurem Blog, respektive mit einem YT-Video folgende Fragen:

Bewirb dich mit einem Video (Vlogger) oder einem Blogbeitrag (Blogger), in dem du folgende Fragen beantwortest:

1. Was gefällt dir am Rotkäppchen-Märchen?
2. Wie, glaubst du, wurde die moderne Version umgesetzt?
3. Warum willst du die erste Rezension schreiben/drehen?

Schon erledigt? Dann schicke den Link mit Deinem Blogposting/Deinem YT-Video an presse@arena-verlag.de oder poste deinen Beitrag auf der Arena Facebook-Pinnwand. Einsendeschluss ist der 22. Januar 2012 - das Arena-Team wird danach den jeweils schönsten, kreativsten, lustigsten und außergewöhnlichsten Beitrag auswählen.

Da ich – wie bereits oben erwähnt – das Dornröschen noch auf meinem SuB liegen haben, werde ich  nicht antreten, wünsche allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Spaß und freue mich schon auf Eure Beiträge!

[dies & das] [rund um's Lesen] Kindle – Schuldig im Sinne der Anklage oder „Von einer, die auszog um nun auch E-Books zu lesen“

9. Januar 2012

Ja, auch ich bin eine von denen, die mitunter am lautesten „Ich? -Nieee!“ gerufen haben, wenn es um E-Books ging. Dann hatte ich mal (so Ende November) eine Phase, wo ich dachte, dass ich UN-BE-DINGT einen Kindle in weiß haben müsste. Das entging dem Mann natürlich auch nicht und ich konnte wohl nicht schnell genug sagen, dass das nur eine fixe Idee war, da war er auch schon bestellt und lag (neben einem Weltbild/Hugendubel-Reader von den Schwiegereltern) unterm Christbaum.

Beide begründeten ihr Geschenk jeweils mit den Worten „Du wolltest zwar keinen haben, aber wir dachten uns, schenken wir Dir doch einen.“ und „Du wolltest dann zwar doch keinen, aber ich hatte keine Lust, ihn umzutauschen.“ Letzteres kam vom Mann, der jetzt den Weltbild Reader (in meinen absolut nicht vergleichbar mit dem Kindle, was den Lesekomfort angeht!) behalten darf.

Ja, jetzt hab’ ich das Ding also an der Backe und ich muss zugeben: Ich mag ihn. Um ehrlich zu sein: ich mag ihn sogar sehr. Und um ganz ehrlich zu sein: ich mag ihn auch nimmer her geben! Hätte ich so auch nicht gedacht… Kostenpflichtige E-Books hab ich bisher noch keine geladen, dafür ist der SuB einfach noch zu hoch, außerdem werde ich ohnehin schauen, dass ich mir eher Bücher leihe als welche zu kaufen. Hier klingt das Angebot von MexxBooks äußerst verlockend und einige Büchereien, wie die Münchner Stadtbücherei, bieten ja mittlerweile die sogenannte Onleihe an, mit der ich mich in einer ruhigen Minute auch mal näher beschäftigen werde. Bei Serpensortia habe ich am Wochenende einen interessanten Artikel über günstige englische E-Books gelesen – vielleicht ist ja was für Euch dabei!

Ich finde das Preisverhältnis zwischen „richtigen“ Büchern und E-Books einfach immer noch unverschämt. Einerseits heißt es, dass die meisten Kosten bei der Produktion eines Buches aus dem Lektorat und Marketing resultieren, andererseits hieß es beim letzten Teil der Edelstein Trilogie, dass die Kosten für den 2. und 3. Teil aufgrund des gestiegenen Papierpreises immer jeweils einen Euro teurer waren als die Vorgänger. Sei es, wie es wolle: ich hoffe, da tut sich noch was…

Sehr entgegen kamen mir dann zwischen den Jahren natürlich die Kindle Gratis Tage, bei denen mich zwar nicht jedes, aber doch das ein oder andere E-Book angesprochen hat. Auch bei den Klassikern (sowohl englische als auch deutsche) hab ich schon zugeschlagen und hoffe, dass ich in diesem Jahre die Muße finde, diese auch vermehrt zu lesen.

Lesen! Stimmt, das war das Stichwort. Die beim Kindle verwendete E-Ink ist sehr angenehm für die Augen und ich wage mal ganz frech zu behaupten, dass man nach einer gewissen Zeit nicht mehr wirklich wahrnimmt, dass es sich nicht um Tinte auf Papier handelt. Dies ist mir vor allen Dingen aufgefallen, als ich den E-Book Reader von Weltbild/Hugendubel angemacht habe und auch dort das Display kurz in Augenschein nehmen konnte. Absolut kein Vergleich in meinen Augen. Da bin ich doch sehr froh, dass ich mich für den Kindle entschieden habe (wobei das nicht wirklich zur Debatte stand).

Auch die Bedienung ist recht einfach und mehr oder weniger intuitiv. Ich bin sehr froh, dass ich den Kindle Keyboard bekommen habe, da sich die Blätter-Tasten für mein Gefühl genau an der richtigen Stelle befinden und ich mir auch das Suchen im Text oder im Kindle Shop mit der Tastatur um einiges einfacher vorstelle als mit dem Kindle 4.Wirklich viel habe ich noch nicht gelesen (es ist ja nicht so, dass hier nicht noch ein SuB von ~150 Büchern auf mich warten würde…), aber ich habe vor, das bald zu ändern und dann vermehrt (nicht ausschließlich, denn Buch bleibt Buch!) Bücher, die ich nicht behalten möchte wie ChickLit, Krimis, Thriller, etc. auf dem Kindle zu lesen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich war: eine Tasche. Zwar war bei meinem Weihnachtsgeschenk eine dabei, doch leider entsprach die nicht so wirklich meinen Vorstellungen… Stylish sollte sie sein. Individuell und natürlich praktisch. Könnten Google, Amazon und ebay sprechen oder sich wehren, die Suchanfrage kindle+hülle, alternativ kindle+tasche oder auch gerne kindle+sleeve wären spätestens nach dem 100. Enter nicht mehr möglich gewesen. Aber gut Ding will Weile haben und so wurde ich letzten Endes doch noch fündig und zwar im Mekka all derer, die etwas suchen, das nicht jeder hat, das noch gute alte Handarbeit aufweist und mit ein bisschen Glück für relativ kleines Geld zu haben ist (sorry, aber 40 Euronen, respektive 60 mit Leselampe für so eine Ledertasche von Amazon fand ich dann schon mehr als unverschämt!):

Dort findet frau alles, was das Herz begehrt, was frau nie braucht aber trotzdem haben muss und eben auch eine Kindle Tasche. Ich habe mir dort zwar auch ein paar Tage einen Wolf gesucht, denn irgendetwas hatte ich an den Taschen, die DaWanda bei dem magischen kindle+tasche ausspuckte, immer auszusetzen. Bis ich auf den Shop von Jenne von toothless stieß. Jenne ist gelernte Schreinerin, hat nach ihrer Ausbildung ein Designstudium dran gehängt und ist seit 2010 selbstständig. Sie fertigt all ihre Produkte aus Filz und mich hat sie mit ihrer Kreativität, die trotzdem schlicht ist, absolut überzeugt. Jenne hatte zwar „nur“ Notebook Taschen im Angebot, wies jedoch in ihrem Profil darauf hin, dass Sonderanfertigungen für sie kein Problem sind, was ich voll und ganz bestätigen kann.

Ich schickte ihr also eine Anfrage mit den Maßen meines Kindle mit der Bitte um einen Kostenvoranschlag. Die Antwort kam prompt und äußerst nett und nach einem kleinen Mailaustausch war die Sache fix. Jenne ging voll und ganz auf meine Wünsche ein und das auch noch in einer absoluten Wahnsinnszeit: Donnerstag Mittag bestellt, Abends gefertigt, Samstag war das Schätzchen da (da Freitag hier in Bayern Feiertag war). Und was soll ich sagen: ich bin total begeistert – die Frau hat’s drauf. Die Tasche ist nicht nur sehr sauber und sorgfältig verarbeitet, Jennes Liebe zum Detail kommt sowohl bei der Auswahl des Klettverschluss (farblich abgestimmt zum himbeerfarbenen Lederstreifen) als auch bei der Versandverpackung (in Geschenkpapier mit Schleife und Schoki) absolut zum Tragen.

Die Tasche passt 1a, der Kindle sitzt bombenfest, das Filz ist schön weich und stylish (in meinen Augen) und individuell ist sie auch. Was will ich mehr?! Richtig: ein paar spannende, lustige und fesselnde Bücher und da werde ich mich jetzt mal auf die Suche machen!

Solltet Ihr an einem Kindle, einer Tasche (Jenne stellt auch andere tolle Taschen für alle möglichen und unmöglichen Anlässe her) oder günstigen E-Books interessiert sein, dann klickt Euch doch einfach durch die fett gedruckten Links hier im Artikel.

Des weiteren wären zu empfehlen:

Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder wollt einfach nur Euren Senf dazu geben? Dann tobt Euch aus; die Kommentarbox gehört Euch – ich verzieh’ mich jetzt ins Bett (und zwar mit einem Buch! ;) ).

[Gewinnspiel] Auslosung – „Kebabweihnacht“ und „Liebe auf den zweiten Klick“

20. Dezember 2011

Leider hab ich es gestern nicht mehr geschafft, den Post fertig zu stellen, dafür heute! :)

Ich möchte allen danken, die mitgemacht haben und ein paar Worte zu dem geschrieben haben, was ihnen gefällt und was weniger. Die Kategorienwolke hab’ ich bereits nach oben geschoben (danke an Kani!). Dass Ihr meine Rezensionen, auf denen auch weiterhin der Hauptfokus liegen wird, mögt, freut mich sehr, zumal ich ja nicht zu der Riege gehört, die sich stundenlang über ein Buch ergeht und meine Besprechungen meist recht knapp halte.

Über andere Dinge zu bloggen (buchunabhängig) werde ich auch beibehalten, da ich selbst auch etwas persönliches, fern ab vom Buch, in diesen Blog einbringen werde.

Ich hoffe, Ihr bleibt mir weiterhin treu und scheut Euch nicht, auch unabhängig von dieser Aktion, Kritik zu üben, wenn Euch etwas nicht gefällt oder Ihr neue Ideen habt!

Jetzt aber zu den Gewinnerinnen des Gewinnspiels. Bitte schickt mir Eure Adresse zu, damit ich die Bücher heute noch auf die Reise schicken kann! An alle anderen: Danke fürs Mitmachen – das nächste Gewinnspiel kommt bald! :)

Liebe auf den zweiten Klick geht an:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kebabweihnachten geht an:

 

Freitags-Füller #8

16. Dezember 2011

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1.  Ein Glas Wein gibt mir nüscht, da ich keinen Alkohol trinke.

2.  Der Umstand, dass manche Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld so unheimlich nervig und unnötig sind, nervt mich total.

3.  Der beste Weg um seine Ruhe zu haben, ist sich einfach ins Bett zu legen.

4.  Wir haben auch in diesem Jahr keinen Weihnachtsbaum.

5. Wenn ich an meinen Urlaub denke, wird’s mir ganz warm ums Herz.

6. Juhuuu, nur noch 1 Geschenk zu besorgen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf The Voice of Germany in XXL-Länge, morgen habe ich ein bisschen putzen und viel entspannen geplant und Sonntag möchte ich endlich ein bisschen Schreibkram wegarbeiten!

[Mein Lieblingsbuch ist...] Steffie von Steflite stellt vor: „Amy & Roger’s Epic Detour“ von Morgan Matson

15. Dezember 2011

Ich freue mich sehr, dass heute die liebe Steffie von Steflite ihr Lieblingsbuch vorstellen mag, da sie eine der Bloggerinnen ist, deren Blog ich regelmäßig und sehr gerne lese. Steffie ist 26, begeisterte Bloggerin, Fotografin und eine tolle Zeichnerin (schaut Euch mal ihren Header an!) und liest ihre Bücher vorzugsweise auf Englisch, was ich eine tolle Abwechslung finde, da man auf ihrem Blog oft Bücher findet, die es auf Deutsch noch gar nicht gibt. Ihr habe ich auch den Tipp mit der VampireAcademy-Reihe zu verdanken (die ich bis heute noch nicht beendet habe). Daher ist es auch keine Überraschung, dass das Buch, das sie vorstellt, ein englisches ist, welches allerdings bald auch auf Deutsch erscheint.

Ich habe mich sehr über ihren Beitrag, der mit den 3 tollen Fotos und Links zu den Büchern gespickt war, gefreut – danke für die engagierte Teilnahme, liebe Steffie! :D

Steffies Blog findet ihr hier, Ihr könnt ihr auch auf Twitter folgen oder sie bei Facebook stalken – außerdem lohnt ein Klick auf ihren Flickr Account auch immer :)

Hier nun ihr Lieblingsbuch – Amy & Roger’s Epic Detour

Ich habe grundsätzlich natürlich nicht DAS Lieblingsbuch. Da gibt es einige Bücher, die ich in diese Kategorie stecken würde. Die meisten davon sind wohl allerdings überwiegend bekannt, d.h. ich brauche hier sicher niemandem mehr etwas über Harry Potter , den Tributen von Panem oder der Edelstein-Trilogie erzählen. Das sind u.a. alles Bücher, die mich gleichermaßen mitreißen konnten. Letztendlich habe ich mich daher für ein Buch entschieden, welches für mich in diesem Jahr ein absolutes Highlight war und zu meiner Freude auch im kommenden Jahr endlich ins Deutsche übersetzt wird. Anhänger des Jugendbuch-Genre, die gern eine humorvolle, liebenswerte und rührende Geschichten inklusive Road Trip lesen, werden bei „Amy & Roger’s Epic Detour“ von Morgan Matson sicherlich fündig! Bevor ich Amys und Rogers Geschichte kannte, ist es mir in ein paar englischen Blogs aufgefallen. Jeder, der das Buch gelesen hatte fand es gut, niemand hatte auch nur ein negatives Wort darüber verloren (zwar heißt das in vielen englischen Blogs nichts, aber der Enthusiasmus war hier wirklich nicht zu leugnen). Also entschied ich mich, mir mein eigenes Bild zu machen, vor allen Dingen, weil ich eine kleine Schwäche für Geschichten habe, die auf dem Highway stattfinden. ;) Und von dem wunderschönen Cover will ich gar nicht erst anfangen!

Zum Inhalt: Das Buch ist eindeutig ein Sommer-Buch, welches es wunderbar schafft die sommerlich amerikanische Atmosphäre zu transportieren. Daher finde ich den pseudo-deutschen Titel „Amy on the Summer Road“ auch gar nicht so unpassend. Der Leser startet bei Amy, einem 17jährigen Mädchen, das eigentlich in Los Angeles wohnt und nun gezwungen ist an das andere Ende des Kontinents zu ziehen. Ihr Bruder ist an einem Ort, der nicht genannt werden darf, die Mutter ist berufsbedingt bereits im neuen Heim in Connecticut und ihr Vater ist vor kurzem bei einem Autounfall gestorben. Dies ist auch der Kernpunkt der Geschichte, denn Amy hat seitdem Angst sich hinter das Steuer zu setzen. Trotzdem muss das Auto der Familie irgendwie zum Zielort und eine Speditionsfirma + Flugticket für Amy sei einfach viel zu teuer. Wie praktisch, dass der Sohn einer guten Freundin von Amys Mutter in die gleiche Richtung muss. Somit ist Amy dazu verdammt die kommenden Tage mit einem unbekannten Jungen eingepfercht in einem Auto zu verbringen. Und Roger hat keinerlei Interesse daran, sich an die geplante Route zu halten…

Warum es mich so begeistert hat: Für mich wird ein Buch zu einem sehr guten Buch, wenn der Schreibstil mir gefällt und es mir leicht macht in die Story hineinzufinden, wenn die Charaktere so ausgestaltet sind, dass ich ihnen gern und mit viel Neugier zur Seite stehe, und wenn der Plot gut ausgearbeitet ist und die Geschehnisse nachvollziehbar sind. Wenn das noch mit einem tollen Soundtrack, ein paar witzigen Extras und einem Hauch von Romanze in einem humorvollen Setting gepaart wird, kann eigentlich schon nichts mehr schief gehen.

Amy, aus deren Sicht das ganze erzählt wird, ist eine Protagonistin, in die man sich leicht hineinversetzen kann. Sie ist unkompliziert, unsicher, etwas verstört aber dennoch liebenswert. Roger ist der nette Junge von nebenan, lebensecht, authentisch, witzig und der beste Beifahrer, den man sich nur wünschen kann. Zusammen mit Amy fällt es daher nicht schwer sich langsam – aber bestimmt – immer mehr für ihn zu interessieren. Die beiden sind einfach sympathisch und liefern ein Abenteuer, aus dem man nur schwer wieder herauskommt. Ich habe das Buch quasi in einem Aufwasch verschluckt. Da auf einem Road Trip eigentlich alles passieren kann ist die Story auch nicht unbedingt vorhersehbar, zumindest was das Drumherum anbelangt. Man möchte einfach wissen wo der nächste Stop sein wird, was sie dort erwartet und wie die zwei es schaffen irgendwann einmal zueinander zu finden. Fazit: Einfach eine schöne Geschichte, die für mich alles enthält, was ich in einem guten Buch suche, selbst mein musikalisches Ich konnte voll und ganz gestillt werden. ^^ Morgan Matsons zweiter Roman „Second Chance Summer“ erscheint im Mai nächsten Jahres und ich werde garantiert die erste sein, die am Erscheinungsdatum die Ladentheke stürmt! ;) Die deutsche Übersetzung zu Amy und Roger erscheint 09. April 2012. Ich empfehle es uneingeschränkt! :D

[Gewinnspiel] Kebabweihnacht und Liebe auf den zweiten Klick

12. Dezember 2011

… und mal wieder ein Gewinnspiel – im heutigen Falle eines, von dem hoffentlich beiden Partieien profitieren…

Zu gewinnen gibt es für die Weihnachtsjunkies unter Euch:

Lale Akgün – Kebabweihnacht

Umut ist anders als andere türkische Jungs, er ist sanft, verträumt – und Weihnachtsjunkie. Sehr zum Ärger seines Vaters, der seit Jahren regelmäßig die Moschee besucht. Dort hört er immer wieder, man solle sich von sündhaften christlichen Festen fernhalten. Früher, in den ersten Jahren ihrer Ehe, hat seine Frau noch einen Plastikbaum aufgestellt – so wie sie es aus der Türkei gewohnt war. Doch diese Unsitte hat ihr Mann inzwischen abgeschafft. Es darf nichts Weihnachtliches mehr in die Wohnung.

Bei den Nachbarn findet Umut das, was ihm zu Hause verwehrt ist: Plätzchenbacken, Kerzenduft, Weihnachtsmarktbesuche, Tannenbaumglanz. Als ihn sein Vater in flagranti überrascht, kommt es zum Eklat. Ein muslimisches Weihnachtswunder tut not.

und für die, die’s romantisch mögen

Rainbow Rowell – Liebe auf den zweiten Klick

Manchmal ist das Glück nur einen Mausklick entfernt …

Als er sich bei einem Zeitungsverlag auf die Stelle des Internet-Sicherheitsbeauftragten beworben hat, war Lincoln nicht klar, dass er hinfort die Emails der Angestellten auf arbeitsferne Inhalte durchforsten würde. Noch weniger war er allerdings darauf gefasst, in dem steten, äußerst offenherzigen und absolut arbeitsfernen Mailwechsel zweier Kolleginnen seine Traumfrau kennenzulernen. Nur, wie sagt man einer Frau, dass man sie liebt, wenn man sie a) noch nie gesehen hat und b) ihre intimsten Geheimnisse kennt?

Was müsst Ihr tun?

Postet bitte ganz ehrlich:

  • Was gefällt Euch an diesem Blog?
  • Was findet Ihr weniger gut ist?
  • Woran könnte ich noch arbeiten?
  • Was würdet Ihr – abgesehen von Rezensionen – gerne lesen und worauf könntet Ihr ganz gut verzichten?

Ich würde mich freuen, wenn auch die stilleren Leser etwas dazu schreiben, denn ein Blog lebt davon, gelesen zu werden und daher sollt auch Ihr ein Mitspracherecht haben, was hier demnächst passiert! Bitte schreibt unter Euren Kommentar, welches Buch Ihr gerne hättet. Teilnahmeschluss ist am Sonntag, 18. Dezember 2011, 23:59 Uhr.

Ich bin sehr auf Eure Kommentare, Kritik und Anregungen gespannt!

Edit: Schade, dass noch fast keine Kommentare kamen :( – es dürfen natürlich auch alle kommentieren, die die Bücher NICHT gewinnen wollen! ;)

[ich lese gerade...] Gerhard Schweizer – Pilgerorte der Weltreligionen

12. Dezember 2011

Gerhard Schweizer: Pilgerorte der WeltreligionenIch freue mich schon wie ein Schnitzel drauf, heute Abend darin zu stöbern. Schon alleine das Cover finde ich wunderschön gestaltet und auch auf den Inhalt bin ich sehr gespannt. Ist ja doch ein Thema, mit dem man sich nicht alle Tage befasst und ich denke, die ruhige Adventszeit dürfte da genau das Richtige sein :) .

Alle Neugierigen und Interessierten können hier mal reinlesen.

[Quatsch am Montag] Beste Anti-Bild Werbung mit Anke Engelke & Christoph Maria Herbst

12. Dezember 2011

Dieses Video hat mich heute richtig zum Schmunzeln gebracht (nicht ganz so einfach an einem Montag Morgen ;) und daher möchte ich es mit Euch teilen.

Einfach nur köstlich!

[dies und das] Das Bild zum Donnerstag – Unsere Kinder werden den Zusammenhang nie verstehen!

8. Dezember 2011

Wie wahr, wie wahr!

[dies & das] Gabriella Engelmann – Küss den Wolf: Rotkäppchens zauberhafte Lovestory

7. Dezember 2011

Eben noch dat Aschenbrödel vorgestellt, schon steht das nächste Märchen in den Startlöchern! Der Titel war ja längere Zeit schon bekannt, aber seit heute gibt’s auch noch offiziell das Cover und das ist wieder sooooo schöööööön (ich steh ja so auf Grüntöne im Allgemeinen und Petrol im Speziellen). Erscheinungstermin ist März 2012, aber vielleicht hab’ ich heute ja Glück und gewinn’ es bei Arena, wobei ich das vielleicht in Anbetracht der Tatsache, dass ich meine eigenen Chancen nicht schmälern möchte, besser nicht sagen sollte; aber egal, jetzt ist es eh schon raus :) . Alternativ mach’ ich mein Versprechen wahr und breche g’schwind bei Arena ein und sichere mir mein Exemplar :D .

Aber nun lange Rede, kurzer Sinn – ei praudli prisent:

Pippa ist verliebt! In Leo, den attraktivsten Gartenbaustudenten, den die Welt je gesehen hat. Glücklich wie noch nie macht sie sich auf den Weg zu ihrer Oma. Doch in deren idyllischem Waldhäuschen geht irgendetwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zu. Dort passiert eine unerklärliche Katastrophe nach der anderen. Ob der mysteriöse Marc etwas damit zu tun hat?

[Rezension] Gabriella Engelmann – Cinderella Undercover: Aschenputtels wahre Geschichte

6. Dezember 2011

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Märchen, mei-die-is-scho-a-armes-Hascherl, böse Stiefmutter, Pätschwörk, häppi Änd erwünscht!

Zum Inhalt:
Kurz nachdem Cynthias Mutter gestorben ist, verliebt sich ihr Vater in eine andere Frau, die zwei nervige Töchter im Schlepptau hat. Zu allem Überfluss macht Stiefschwester Felicia dann auch noch Daniel schöne Augen. Ob Cyn den gutaussehenden Kunststudenten mit ihrer neuen Street-art auf sich aufmerksam machen kann? Das große Kunstfestival ist die Gelegenheit, sich Daniel undercover zu nähern.

Meine bescheidene Meinung:
Nachdem ich das Schneewittchen ausgelesen hatte, war ich so angefixt von dem tollen Schreibstil, den lebendigen Charakteren und dem märchenhaften Hamburg, dass ich dat Frollein Cinderella direkt dahinter schieben musste (ihr kennt das sicher von irgendwelchen Serien – wer einmal Blut geleckt hat, will noch mehr…).

Und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil: mir hat Cinderella noch einen Tacken besser gefallen als Schneewittchen, aber immer der Reihe nach. Das Cover ist wieder märchenhaft schön gestaltet. Natürlich ist maßgeblich, was im Buch steht, aber so ein tolles Cover macht doch erst richtig Lust auf die Geschichte! Und die begann – ebenso wie Schneewittchen auch – mit dem von mir so geliebten Personenverzeichnis. Ich fand es schon beim 1. Teil der Märchenreihe spannend zu sehen, wie die Autorin selbst ihre Figuren in ein paar Sätzen beschreibt. Hier konnte ich schon mal ein bisschen in die Story reinschnuppern und mir ein erstes „Bild“ von den einzelnen Personen machen.

Beim ersten Überfliegen war ich doch ziemlich zufrieden, denn es schien nichts zu fehlen:

  • Cinderella namens Cynthia: √
  • Verwitweter Vater mit leichter Affinität zu blöden Zicken: √
  • Böse Stiefmutter: √
  • Böse Stiefschwestern – zwei an der Zahl: √
  • Hübscher Jüngling, der jedoch auch von einer der bösen Stiefschwestern begehrt wird: √

Außerdem kamen wir noch in den Genuss eines schwulen Designers, einer mit Kreuzfahrten verheirateten Oma, einer supersportlichen besten Freundin und einem sprechenden Vogel.

Einzig und alleine die Tatsache, dass im Personenverzeichnis schon leicht angedeutet wurde, dass manches vielleicht nicht so sei wie es zu Anfang scheine, machte mich etwas stutzig: sind doch im traditionellen Märchen Gut und Böse klar voneinander getrennt. Hier anscheinend nicht – umso besser; ein bisschen Abwechslung hat ja noch keinem geschadet. Außerdem mag ich es, wenn Personen sich im Laufe einer Geschichte entwickeln (in welche Richtung auch immer).

Doch die Anfänge waren schon recht „Schneewittchen-like“: Cynthias Mutter ist vor einiger Zeit gestoben und so lebt die 15-jährige mit ihrem Vater in einem mehr oder weniger gut organisierten Haushalt. Bis Thomas Aschenbrenner ihr eines Tages von Stephanie, ihres Zeichens Juwelierin und selbst Mutter von zwei Töchtern, erzählt und diese auch einige Tage später zum Abendessen einlädt.

Cynthia war mir sofort sympathisch; schon alleine die Tatsache, dass sie als Teenager Halbwaise wurde und sie recht tapfer scheint, ließ sie für mich sehr liebenswürdig erscheinen. Entsprechend dessen war es für mich natürlich klar, dass ich Stephanie und ihre beiden Gören namens Kristen (weder eine richtige Christin noch eine Kirsten) und Felicia nicht leiden konnte. Wie denn auch?

Bei den Grazien, deren Lebensinhalt lediglich darin zu bestehen schien, reich zu heiraten und nicht mehr arbeiten zu müssen, wäre bei mir spätestens nach den Affären Spülmaschine, Haarbürste und Ovemaltine Ende im Gelände gewesen. Aber auch hier hat mich Cynthia mit ihrer sympathischen Art beeindruckt, indem sie relativ ruhig blieb und als Klügere des öfteren nachgab.

Als es jedoch um ihren Schwarm (sagt man das heutzutage noch?) Daniel geht, ist auch für Cyn Schluss mit lustig und mit Hilfe ihrer Freundin Pauline, dem schwulen Designer GG, ihrer Oma Aurelia und nicht zuletzt dem Beo LaPerla macht sie sich an einen Schlachtplan.

Dieses Buch hat von allem etwas zu bieten: 1.: eine tolle, fantasievolle, emotional-berührende, spannende, lustige und manchmal auch nervenaufreibende Handlung (mich haben die Grazien streckenweise zur Weißglut gebracht!). 2.: Ich war mit Cynthia an wunderbaren Schauplätzen, die ich nun genau kenne (sogar nachts ;) ), obwohl ich in diesen Ecken Hamburgs noch nie war. 3.: Ich habe Charaktere kennengelernt, die mir ans Herz gewachsen sind und welche, denen ich zumindest eine klitzeklitzekleine Pest an den Hals gewünscht habe. Ich habe mich mit Cynthia gefreut (besonders an der Stelle, an der es Felicia nicht so gut ging und es keinen Menschen interessiert hat) und ich war mit ihr traurig, als sie am Grab ihrer Mutter stand.

Die Tatsache, dass manche Personen – wie oben bereits angesprochen – nicht einfach schlicht gut oder böse sind, sondern es dazwischen viele verschiedene Grautöne gibt, macht sie so lebendig, lebensecht und glaubwürdig, was das Lesevergnügen ins Unermessliche hat steigen lassen. Ich finde es einfach wichtig, dass Protagonisten eine gewisse Natürlichkeit aufweisen und ihre Gedanken und Verhaltensweisen nicht gänzlich abwegig sind.

Für mich Prädikat unbedingt lesenswert und die Empfehlung: lesen, genießen, ärgern, aufregen, lesen, schmunzeln, lesen, Kopf schütteln, lesen, freuen, lesen – glücklich sein!

Danke für die unterhaltsamen Lesestunden!

[Rezension] Karim El-Gawhary – Tagebuch der arabischen Revolution

5. Dezember 2011

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Arabische Revolution, Tunesien, endlich-hat-der-Scheiß-ein-Ende!, Diktatur, wird-jetzt-alles-besser?

Zum Inhalt:

Quelle: theatlanticwire.com

Quelle: theatlanticwire.com

Monatelang hat Karim El-Gawhary fast nonstop vom Aufstand in der arabischen Welt berichtet: in Facebook-Postings, Twitter-Tweets, in seinem Blog, in Zeitungsreportagen und natürlich im TV. In dieser Zeit ist er zum Gesicht der arabischen Revolution im ORF geworden. Sein Buch ist ein Zeitdokument der besonderen Art, der Leser wird noch einmal hautnah auf eine Reise mitgenommen: zu den Vorboten der Revolution, dem ersten Aufflammen in Tunesien, den Tagen des Zorns auf dem Tahrir-Platz und dem Kampf der libyschen Rebellen um Freiheit und Würde. Das Buch schließt mit den Monaten nach der Revolution in Ägypten, wo sich entscheiden wird, ob der demokratische Neubeginn in der arabischen Welt Bestand haben kann.

Meine bescheidene Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich ja bereits hier schon gefreut und auch recht schnell nach der Zusendung gelesen. Ich war selbst erstaunt, wie rasch ich wieder hier war, denn alles war plötzlich wieder präsent: die ersten Demos, meine Sorgen um Freunde und Familie und die plötzliche Nachricht, dass Ben Ali samt Sippschaft geflohen war. Dass dieses anfängliche Ereignis solche Kreise ziehen würde und Gaddafi am Ende ein toter Mann wäre, hätte zu diesem Zeitpunkt sicher noch niemand zu hoffen glauben gewagt. Wer – ebenso wie ich – Karim El-Gawhary noch nicht kennt, kann sich bei Twitter, Facebook und auf seinem Blog ein Bild von ihm machen und damit wären wir auch beim Aufbau und Hauptinhalt des Buches. Zusammengefasst erhält der Leser hier nach Ländern (Tunesien, Ägypten und Libyen) und chronologisch sortiert eine Übersicht über El-Gawharys Publikationen; seien es Tweets, Facebook Statusmeldungen, Blog Posts oder (Online-) Artikel in der taz, Die Presse oder Fernsehvorbereitungen für das ORF.

Quelle: (Reuters / GORAN TOMASEVIC)

Quelle: (Reuters / GORAN TOMASEVIC)

Das Tolle an den neuen Medien ist hierbei, dass der Leser mehr oder weniger live bei der Berichterstattung dabei ist. Mit mehr oder weniger meine ich beispielsweise die Tatsache, dass in Tunesien beispielsweise eine Zeit lang Facebook gesperrt war. So ist es eben nicht allzu einfach, die Leute up to date zu halten.

Das Tagebuch der arabischen Revolution ist ein authentisches, sympathisch unaufgeregtes aber nicht unemotionales Zeugnis der Ereignisse, die sich im Frühjahr in Nordafrika abspielten. Der Unterschied und in meinen Augen unschätzbarer Vorteil zu anderen Korrespondenten und Reportern, die für die westlichen Medien berichten, dürfte sein, dass Karim El-Gawhary selbst Araber ist, die Sprache spricht und die Mentalität und Gepflogenheiten in den Ländern, aus denen er berichtet, kennt. Auch dürfte das Verhältnis zu den Einheimischen ein anderes sein, da doch eher Vertrauen zu einem wild el bled(Einer von uns) gefasst wird.

Wer weder El-Gawhary noch seine journalistische Arbeit vorher kannte, erhält einen interessanten Bericht über die Yasmin Revolution und einen guten Blick hinter die Kulissen, den man in der Form nicht oft in unseren Nachrichten erhält. Leser, die allerdings schon mit den Publikationen des Deutsch-Ägypters vertraut sind, erfahren hier jedoch nicht viel neues, was allerdings im Hinblick darauf, dass es sich bei den Revolutionen um bedeutende historische Ereignisse handelt, zu verschmerzen sein dürfte, da man auch noch in 20 Jahren durch Aufschlagen des Buches schnell wieder im Frühjahr 2011 sein kann.
 
 

pic.twitter.com/AuiI9fm

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